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Graffignano

Das Lehen von Selva Pagana verdankt seinen Namen einem hypothetischen Gründer, der wahrscheinlich aus der Römerzeit stammt: Carfinianum bedeutet nämlich carfinianisch oder von Carfinio.
Die erste verlässliche Information über Graffignano stammt aus dem 13. Jahrhundert, anlässlich des Unterwerfungsakts der Adelsfamilie Baglioni aus Castel di Piero an Viterbo. Mit dieser Geste ordneten die Herren des Dorfes dieses fest in den ghibellinischen Einflussbereich ein, in offener Opposition zum guelfischen Orvieto.
Im 14. Jahrhundert erlebte es eine schwierige Zeit unter der strengen Herrschaft der Präfekten von Vico, die das avignonesische Exil ausnutzten, um das Gebiet grausam zu plündern. Nach seiner Rückkehr schenkte der Papst der Familie Baglioni die Burg als Dank für die geleistete Unterstützung und Treue.
Zwischen dem 15. und 16. Jahrhundert führten Kämpfe innerhalb der Familie Baglioni um die Kontrolle der Burg dazu, dass Papst Adrian VI. das gesamte Dorf beschlagnahmte und es erst 1531 von Papst Clemens VII. an die Baglioni zurückgegeben wurde.
Nur ein Jahrzehnt später kam es zum historischen Streit mit
Civitella d’Agliano über den Besitz einiger Ländereien an der Grenze, die noch heute “La Litigata“, also der Streit, genannt werden.

Zu Beginn des 17. Jahrhunderts ging das Lehen in die Hände der Gräfin Domitilla Cesi über, der Witwe des letzten Nachkommen der Baglioni-Familie, Adriano, und ihrerseits Nachfahrin von Federico Cesi, dem Gründer der Accademia dei Lincei in Rom. Sie war es, die den Kult des Heiligen Philipp Neri und das Fest der Mater Dolorosa einführte, zusammen mit der dazugehörigen Compagnia dei Sette Dolori.

Im 17. Jahrhundert nahm die Familie Borromeo die Stadt in Besitz und behielt sie bis 1741, als das neu gegründete Fürstentum an den römischen Prinzen Scipione Publicola di Santa Croce verkauft wurde.
Der Zeit der napoleonischen Kriege verdanken wir den Zusammenschluss mit dem nahe gelegenen Dorf Sipicciano im Zuge einer von den französischen Behörden gewünschten administrativen Neuordnung des gesamten Gebiets.
In den letzten zwei Jahrhunderten folgte die Geschichte von Graffignano und Sipicciano dem Verlauf der Ereignisse in der Umgebung.

Sehenswürdigkeiten

Die Kirche der Madonna dell’Aiuto

Ein lohnendes Ausflugsziel an der Grottana-Straße, im Tal mit dem Rigo-Bach. Die Hauptattraktion dieses rechteckigen, einschiffigen Gebäudes ist ein kürzlich restaurierter Altar mit einer rechteckigen, von Marmorsäulen flankierten Nische. Die Säulen ruhen auf einem...

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Archäologische Funde von Poggio della Guardia

Archäologische Funde von Poggio della Guardia

In der Nähe von Sipicciano wurden nur 1,5 km vom Tiber entfernt die Überreste einer Siedlung aus der Römerzeit (1. Jahrhundert v. Chr.) entdeckt. Nach sorgfältigen Ausgrabungsarbeiten konnten eine Villa, ein Anbaugebiet und weitere Anlagen freigelegt werden. Die...

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Baglioni-Kapelle

Baglioni-Kapelle

Im Zentrum von Sipicciano ließ Alberto Baglioni in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts anlässlich der Renovierung der Aula Magna seines Palastes die Familienkapelle als Teil der damaligen Kirche Santa Maria Assunta in Cielo errichten. Gleichzeitig gab er bei dem...

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Sipicciano

Sipicciano

Sipicciano ist ein Ortsteil von Graffignano, mit dem es sich die Hochebene teilt und seinerseits in zwei Ortsteile unterteilt; San Nicola und Poggio del Castagno, die durch eine tiefe Schlucht voneinander getrennt sind. Nicht weit von der WWF-Oase des Alviano-Sees und...

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Das Schloss der Baglioni Santacroce

Das Schloss der Baglioni Santacroce

Nach dem klassischen Castrum-System entwickelte sich die Siedlung von Graffignano nach dem Bau der Burg weiter, die an einer strategischen Stelle zwischen Viterbo und Umbrien errichtet worden war, um die Versorgung mit Lebensmitteln und anderen Waren zu schützen. Im...

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Pozzi da Butto di Castello Baglioni

Pozzi da Butto di Castello Baglioni

2009 stießen die Restauratoren des Castello Baglioni Santacroce zufällig auf drei “Pozzi da Butto“, also Abfallgruben aus dem 15. und 16. Jahrhundert. So unangenehm so ein Fund für den Normalbürger auch sein mag, für die Wissenschaftler war er ein wahres Füllhorn an...

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Kirche San Bernardino

Kirche San Bernardino

Ein reizvolles Gebäude, das abgelegen auf einem kleinen Platz in Sipicciano steht. Es verfügt über eine schlichte Fassade aus Tuffstein-, Peperino- und Kalksteinblöcken, an der sich eine Rosette öffnet, um das natürliche Licht durchzulassen. Das Innere besteht aus...

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Wallfahrtskirche Madonna di Castellonchio

Wallfahrtskirche Madonna di Castellonchio

Nur einen Kilometer vom beeindruckenden Graffignano entfernt, umgeben von majestätischen, jahrhundertealten Kiefern, die sie bewachen und ihr Gesellschaft leisten, empfängt die Wallfahrtskirche Madonna di Castellonchio mit offenen Armen alle, die sie in ihrer...

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Sipicciano

Sipicciano

Die erste Erwähnung der Rocca dei Pirri findet sich in einer Urkunde aus dem Jahr 840 n. Chr., in der Lothar I. der mächtigen Abtei von Farfa die Privilegien über den "Fundo Sepiciano" bestätigt. Wenig später begann es im Dorf turbulenter zuzugehen, denn um das Jahr...

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